23. Jakob-Hombach-Gedächtnisturnier des HTCs endete mit einem Sieg Michael Avetisyans

Allergrößte Hochachtung zollten die Vorsitzende des HTCs Edith Simaitis und die zahlreichen Zuschauer den 27 Spielern, die nahezu gleichmäßig aus 10 Vereinen des Tenniskreises Mönchengladbach und Bedburdyck nach Hochneukirch gekommen waren, um bei brütender Hitze drei Tage lang mit allem sportlichen Ehrgeiz um den Sieg zu kämpfen.

Trotz unerträglich hoher Temperaturen droschen sie mit aller Kraft teilweise über mehrere Stunden den Ball über das Netz. Und wie eng dabei die sportlichen Leistungen beieinander lagen, zeigte z.B. die Tatsache, dass – bis auf eines – alle Viertelfinalbegegnungen durch Tie-Break entschieden werden mussten.

Nur Tim Ludwig vom TC Giesenkirchen, der  – wie Sportwart Holm Sinagowitz in  seiner Rede bemerkte –  schon „gefühlte 20-mal“ am JHGT teilgenommen hatte und im letzten Jahr dem Routinier Raphael Özelli im Finale unterlegen war, entschied das Viertelfinale gegen Sven Hark vom Gladbacher HTC mit 6:1 und 6:1 klar für sich. Im Halbfinale traf er dann auf Holger Hemann aus Bedburdyck, den er mit 6:3 und 6:1 bezwang. Damit war der Weg ins Finale offen.

Hier stand ihm Michael Avetisyan aus Rheindahlen gegenüber – ein 21-jähriger Deutscher mit armenischen Wurzeln -, der  erstmals am Turnier teilnahm und sich gegen Philipp Brandner vom  Odenkirchener TC im Halbfinale mit 6:1 und 6:3 durchgesetzt hatte.

Im Endspiel am Sonntag fanden erst nach einer Phase nervösen Abtastens Ludwig und Aventisyan zu einem kraftvollen Grundlinien-Tennis mit langen Ballwechseln. Den 1. Satz entschied Aventisyan noch klar mit 6:2 für sich; doch im 2. Satz kämpfte sich Ludwig stetig heran und schloss beim Stand von 5:4 den Satz bei eigenem Aufschlag mit 6: 4 für  sich ab. Jetzt also auch hier die Entscheidung durch Champions-Tie-Break – und zwar in der denkbar knappsten Form: Nach langem Fight, bei dem die Führung immer wieder wechselte und sich die Kontrahenten aneinander herankämpften, hatte Aventisyan am Ende die Nase vorn und war der glückliche Sieger bei Stand von 12:10!

Für Sportwart Sinagowitz war damit der endgültige Beweis erbracht, dass die Beschränkung der Teilnehmer auf den regionalen Bereich und auf die Leistungsklasse Niederrheinliga ausgeglichenere Zweikämpfe in das JHGT gebracht hatten und versprach, den Weg des „back to the roots“ auch in Zukunft fortzusetzen.

Ihm als Organisator des Turniers dankte die Vorsitzende Edith Simaitis für die umsichtige Planung sowie allen Mitgliedern und Helfern, die zur reibungslosen Durchführung des Turniers in einer geradezu familiären Atmosphäre beigetragen hatten.

(Foto und Text: Hochneukirchner TC)